Archiv für die Kategorie 'Reporter'

Für die neue Reihe Hauptstadtnotizen begrüßen wir als neuen Autor VS!
VS! kennt sie, die Hauptstadt, die uns fortlaufend brummend ihren Bären aufbinden möchte…. VS! weiß, wo Politiker jünstije Kredite bekommen…VS! weiß, wo jenau Ackermann im Kanzleramt saß, doch wen interessieren die Äffchen aus Politik und Kapital schon. Viel wichtiger: VS! kennt die heiligen Tempel von Kunst und Bildung: Galerien, heimliche Tuilerien, die Humboldts, Hörsalgeräusche.  Altergecko freut sich auf VS!

Hauptstadtnotizen - Teil1

Freitag, 27. Mai 2011: Tagsüber Dinge erledigt: Flaschen weggeschafft, alkoholfreies Bier gekauft, zu Aldi einkaufen, Joggen im Grunewald, schlechte Zeit, Bibliothek Bücher vorgelegt und verlängert, 24 Stück nun schon seit zwei Jahren nicht geschafft zu lesen. Zu Hause Mail für den Sonntagsausflug geschrieben. Dann der berüchtigte Vernissage-Abend:

  • 18 Uhr nach SMS von einem der Ausgehverbrecher lange in der Dorotheenstr. nach dem Richtfest gesucht, nicht gefunden.
  • 19 Uhr Zwei Galerien in der Heidestr., 1 Raki getrunken
  • 19:30 Lehrter Str. 37, 2 ½ Gläser Rotwein
  • 20 Uhr Weil viele Leute auf dem Gehweg standen, zufällig zu einer Galerie in der Kleinen Hamburgerstr. Dort bestimmt 5 kleine Becks Bier getrunken. Jens-Uwe und Igor angerufen.
  • 21 Uhr Auguststr. Schicki Galerie, Bier, Drinks und Buffet mit rohem Fleisch. Sogar Musik, Tanz und Mädchen, aber keine kennen gelernt. 23:30 Uhr satt und betrunken zu Hause, 0:13 Uhr noch ein Mail an Igor gesendet.
  • Leider nicht mehr geschafft: Uhlandstr. 45, Kollwitzstr. 54, Tabori-Theater-Preis im Radialsystem, Holzmarktstr. 33

VS!

Leipzsch, 2.5.2011
In Leipzig gabs was kostenlos: MDR Literaturwettbewerb in der MDR Literaturnacht 2011: Die letzten 7 von, man glaubt es kaum, „über 2000″ Einsendungen, und von diesen Letzten nun, soll heute abend jemand  ausgezeichnet werden, wegen seiner literarischen Künste natürlich. Kurzgeschichten waren gefragt, ok, kennen wir, und denken an packende Stories, etwa von Hemingway, ach nee, in Leipzig darf man auch an Clemens Meyer denken, wird aber gleich wieder vergessen. Wie schon erwähnt, immerhin kostenlos, aber ohne kostenlose Getränke, leider, obwohl, mit dem Auto war ja eh nur Clausthaler drin, mehr als 1 kann man davon nicht trinken. Und die janze Veranstaltung dann im ehrwürdigen „Haus des Buches”, so ne Art literarischer Gral…
O.k., also meine Süße gefragt und nix wie hin, Clausthaler besorgt, hingesetzt und Ohren aufgespannt: Am Anfang gleich mal die Zusammenfassung: Die Jury hat 4 Osteuropajeschichten und 3 Familien-Krankheits-Urlaubs-Jeschichten ausgewählt, macht dann zusammen ja auch 7, die Letzten halt, mehr als 7 ist dabei auch nicht herausgekommen, glorreich war nicht eine. O.k., jetze mal sachte und von vorne:

Immerhin, die Geschichten wurden vom Wohlklang poppig-jazziger Musik einer Band unterbrochen und das Ganze wurde live unter der Überschrift „MDR Literaturnacht” in den Äther jeschickt. Der Äther draußen aber auch die Luft drinnen wurden stickich, viele Menschen kamen, deswegen halt. Die schlechte Luft passte aber janz jut zu den Jeschichten, die da vorgetragen wurden. Nun, der Reihe nach:

1)      ulrich-effenhauserHerr Effenhauser las in seiner Geschichte „Wiktor” (siehe da: mit W) so ne Art politisch kritische Geologen-Osteuropageschichte, um 2 Brüder, der eine moralisch gut und renitent, darf unter Putin auch ins Gefängnis, der andere erfolgsgeil nach Gas suchend, für Gazprom halt. In der Story werden Nasenbeine gebrochen, in dem man Geld ins Gesicht wirft, Dämpfe beißen wie der „Atem des Teufels” und morsches Holz wird als Anzünder jepriesen. Auf Russisch gelesen, hätte mir die Geschichte vielleicht gefallen…
2)      monika-konczFrau Koncz erzählt eine romantisch-sozialkritische Ethnogeschichte aus einem ärmeren Land in Süd-Ost-Europa, Opi wird jebadet: Kann er noch alleine leben, oder soll er zu den Verwandten in eine Stadt in D-Land? Das kann er aber doch nicht… Vielleicht hat Frau Koncz ja den Preis gewonnen…
3)     matthias-nawrat Herr Nawrat war so pfiffig und hat uns mal die Story von dem Piloten erzählt, der die janze polnische „Elite” inklusive dem dicken, kleinen Präsidenten im russischen Smolensk versenkt hat, natürlich nicht versenkt, richtig muss es heißen: det Flugzeug zum Absturz gebracht hat, war halt Nebel. In der Story gabs ein paar Wortspiele um den unausprechlichen Namen des Piloten, vielleicht hat Hr. Nawrat den Preis jewonnen…
4)     sebastians-polmans Herr Polmans las über einen Grenzpolizisten im Zweifel an der Oder, „entweder oder” halt, o.k., vielleicht kriegt Herr Polmans den Preis, Flüchtlinge im kalten Oderwasser, Säcke, Schicksale, na jedenfalls war das die vierte Osteuropageschichte, jetzt kommen die Familien:

5)     simone-kanter zunächst Frau Kanter mit der Geschichte „Rabenkinder”: Ne psychisch schon recht anjeknackst wirkende Story, etwas morbide, jedenfalls och ziemlich ornithologisch!
6)      jesse-falzoiFrau Falzoi brachte eine Geschichte mit dem schrecklichen Titel „Acceptance” und erörterte den Gap zwischen Krankheit und Modelwünschen, zwischen berliner Clubvergnügen und real-life-shit… wir wurden alle traurig…
7)      susanne-neufferZuletzt gabs was von einer Lehrerin, Frau Neuffer, hinter die Ohren: So ne Art Brigitte-Geschichte aus dem letzten Dänemark-Urlaub… echte Oberstudienrätinnenliteratur mit Bildungseinsprengseln (modern natürlich: Ibsen, Strindberg…): „Minna von Barnhelm war blau” hieß ihre Geschichte… wenn wir bloß nicht nur Clausthaler getrunken hätten…

Nach jeder Vorstellung tat das Publikum (dabei auch weniger werdend) pflichtgemäß in die Hände klatschen.
O.k., die Autoren wollen Anerkennung, hab ich den ja etwas nun gegeben. Aber diese Dschury: Absetzen! Die sind schuld!
Glückwünsche an den Jewinner, wer auch immer, von Altergecko, der sich trotzdem köstlich amüsieren hatte können…

LITERARISCHES LEIPZIG

***Donnerstag, 24. März 20:15 Uhr: Lesung aus Literarisches Leipzig bei Buchhandlung Lehmanns in Leipzig in der Reihe Leipzig Momente***

Ein Buch von Ansgar Bach unter Mitarbeit von Susanne Zwiener. Auf 96 Seiten mit historischem Stadtplan lassen sich die Spuren von 80 Schriftstellern, Gelehrten und Verlegern in Leipzig vom frühen 16. bis zum jungen 21. Jahrhundert entdecken. Der Autor Ansgar Bach beleuchtet in 80 biografischen Miniaturen mit vielen Zitaten auch die persönlichen Seiten im Leben der vorgestellten Persönlichkeiten. Literarisches Leipzig ist für 12,80 EUR im Verlag Jena 1800 erschienen und dort direkt bestellbar.

Leipzigs Stadtmagazin kreuzer wählt in Ausgabe 06/2011 das Buch Literarisches Leipzig zum Tipp des Monats!

Das Magazin Bücher (Ausgabe Juli/August 2011) empfiehlt Literarisches Leipzig ausdrücklich  als eine akribisch recherchierte  “Handreichung zum Wandeln auf den Spuren  großer Autoren”.

Im Internet findet sich bei der LIZ  eine Rezension zu Literarisches Leipzig.

Der Autor bietet für Gruppen literarische Führungen in Leipzig an (Terminabsprache unter 0163-1724205).

Cover Literarisches leipzig

Cover Literarisches leipzig

Die Nobelpreiswoche geht heute um 13:00 Uhr mit der Vergabe des Literaturnobelpreises weiter, siehe dazu unter www.nobelpreislexikon.de

Zwar nicht in Leipzig und och nicht in Berlin, dafür in Harvard…

… und wie immer kurios, die Ig-Nobelpreise 2010 wurden vergeben.

Weitere Infos unter: http://www.nobelpreislexikon.de/nobelpreis-aktuell/ig-nobelpreise-2010/

Die Preisträger des Alternativen Nobelpreises 2010 sind:

Mit dem Right Livelihood Award bzw. mit dem Alternativen Nobelpreis werden dieses Jahr vier Empfänger ausgezeichnet (3 Personen und eine Organisation), die das Preisgeld über 200.000 EUR teilen:

  1. NNIMMO BASSEY (Nigeria) ist ein bekannter Umweltaktivist,
  2. Bischof ERWIN KRÄUTLER (Brasilien)
  3. SHRIKRISHNA UPADHYAY und die Organisation SAPPROS (Nepal)
  4. Die Organisation PHYSICIANS FOR HUMAN RIGHTS-ISRAEL (Israel)

siehe auch www. nobelpreislexikon.de

Aus englischer Perspektive hat es der Spieler David Garner zutreffend kommentiert: “We looked old and useless. They looked young and fresh.” So ist es. Alle Glückwünsche gehen an eine großartige und schön spielfreudige deutsche Mannschaft und an einen großartigen und intelligent planenden Trainer Löw. Und wir freuen uns schon auf den nächsten Fight: Jogi gegen Djego.
Von Altergecko, jetze mal janz ausnahmsweise Sportkommentator

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Wie uns berichtet wurde, hat der Geiselnehmer in Leipzig, ein 41jähriger Mann,  gegen 15:50 Uhr aufgegeben. Geiselnahme jedenfalls glimpflich beendet, alle Geiseln wohlauf. In der Petersstraße kann wieder eingekauft werden…Altergecko

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Fast mittenmang in eine Geisenlnahme geriet unser Reporter heute mittag, als er gerade unterwegs war zu seinem Vietnamesen im Petersbogen, wegen Gericht A mit Reis und Ingwer-Tee. Die Petersstraße zwischen Marktplatz Ecke Breuninger und Petersbogen war komplett gesperrt, überall Polizisten mit Schusswesten und Knarren, einige in Zivil mit locker um die Hüfte geschnalltem Colt.  Zum Essen ist unser Reporter dann noch hintenrum in den Petersbogen geschlichen. Doch, was war passiert?
Um exakt 12:29 Uhr ging ein Anruf bei der Polizei ein: Geiselnahme in der H&M-Filiale in der Petersstraße. Polizei und das SEK in Paunsdorf rückten aus. Der Geiselnehmer soll ein Mann mit pistolenartigem Gerät in der Hand sein. Einige Kunden konnten die  H&M Filiale bereits gegen 14:00 Uhr wieder verlassen. Die psychologischen Spezialisten der Polzei versuchen nun Kontakt zum Geiselnehmer aufzunehmen, um dessen Motive zu klären. Ob dieser vielleicht schon wegen dem angekündigten Sparpaket der Bunderegierung… wer weiß.

Wir wünschen den Geiseln sehr, dass sie da alle heil rauskommen! Weitere Auskünfte erhalten Sie live im Radio … morgen gibt’s dazu bestimmt einige Headlines in LVZ und BILD.
Altergecko

tanner_terrasse-und_literaturpreis

Volly Tanner mit zipfelmützigen Literaturpreisen

Kennen Sie das Fauser in Leipzig? Nicht? Ich auch nicht - bis zum 12. Mai.  Meine Freundin fand irgendwo einen Hinweis auf „Tanners Terrasse”, von Volly Tanner, in der Lützener Straße in Lindenau, in einem Laden namens „Fauser”. Also nix wie hin, auch wenn ich Fauser und Leipzig nicht so recht zusammenkriege. Volly Tanner haben wir schon mal im Stötteritzer Underground, in der wunderbaren Margerite gehört, das war gut.
„Tanners Terrasse” präsentiert Literatur und Menschen. Den ganzen Beitrag lesen »

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