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	<pubDate>Thu, 12 Apr 2012 09:27:29 +0000</pubDate>
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		<title>Primo Levi - Eine Erinnerung zum 25. Todestag</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Apr 2012 19:56:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>altergecko</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[chemisch entzündete Geschichten]]></category>

		<category><![CDATA[25. Todestag Primo Levis]]></category>

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		<category><![CDATA[Das periodische System]]></category>

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		<category><![CDATA[Die Verdopplung einer schönen Dame]]></category>

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		<category><![CDATA[Zinksulfat]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine chemisch-literarische Erinnerung an Primo Levi (31.7.1919 - 11.4.1986)
von Ansgar Bach
Ein anderer großer Schriftsteller, nämlich der Mediziner Anton Tschechow, schrieb einmal:  „Für Chemiker gibt es auf der Erde nichts Unreines. Der Schriftsteller  muss genauso objektiv sein wie der Chemiker; er muss sich freimachen von  der Subjektivität seines Alltages und wissen, dass die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Eine chemisch-literarische Erinnerung an Primo Levi (31.7.1919 - 11.4.1986)</h2>
<p>von Ansgar Bach</p>
<p>Ein anderer großer Schriftsteller, nämlich der Mediziner Anton Tschechow, schrieb einmal:  „Für Chemiker gibt es auf der Erde nichts Unreines. Der Schriftsteller  muss genauso objektiv sein wie der Chemiker; er muss sich freimachen von  der Subjektivität seines Alltages und wissen, dass die Misthaufen in  der Landschaft eine sehr beachtliche Rolle spielen, und dass böse  Leidenschaften dem Leben ebenso eigen sind wie gute&#8221;. * - Tschechows Worte treffen genau in die Gedankenwelt des Schriftstellers Primo Levi.</p>
<p><strong>Primo Levi </strong>war Chemiker, Schriftsteller und Überlebender von Auschwitz. Sein Buch <strong><em>Das periodische System</em> </strong>ist eine außergewöhnliche Autobiografie. Sie scheint unter dem Motto „Chemie küsst Literatur&#8221; geschrieben worden zu sein, wobei das Periodensystem der Elemente in einzigartiger Weise der Ordnung der Erzählung eines an Brüchen reichen Lebens dient:</p>
<p>Im 3. Kapitel, <em>Zink</em>, nähert sich der ungemein schüchterne Chemiestudent Primo im Labor einer Kommilitonin: „Ich trat zu ihr und bemerkte mit einem Anflug von Freude, dass sie die gleiche Suppe kochte wie ich [...]&#8220;. Gekocht, d.h. hergestellt, wurde Zinksulfat und „zwischen Rita und mir gab es in dem Augenblick eine Brücke, ein Brücklein aus Zink, schmal aber begehbar; los, tu den ersten Schritt&#8221;. Während er um sie „herumschwirrte&#8221; entdeckt er in ihrer Kitteltasche sein „Leib-und-Magen-Buch&#8221;: <em>Der Zauberberg</em> von Thomas Mann. Zwischen den beiden Studenten wird es allerdings nicht so aufregend zugehen, wie zwischen den Romanprotagonisten Hans Castorp und Madame Chauchat, vielleicht auch daher, weil Rita „diesen Roman ganz anders las&#8221;.</p>
<p>Als von Levi bewusst eingesetztes Bild verweist das Zink auf eine weitergehende Betrachtung: Zinksulfat entsteht durch Reaktion von Zink mit Schwefelsäure, doch wenn Zink „sehr rein ist: dann widersetzt es sich hartnäckig jeder Verbindung&#8221;. Und Levi fährt fort: „Man konnte daraus zwei einander widersprechende philosophische Schlussfolgerungen ziehen: das Reine preisen, das wie ein Schild vor dem Bösen schützt; oder das Unreine preisen, das den Weg freigibt zu Veränderungen und damit zum Leben. Ich verwarf die erste, widerwärtig moralische und verweilte bei der Betrachtung der zweiten, die mir näher lag&#8221;.  Chemisch behilft man sich mit Kupfersulfatlösung als notwendige Verunreinigung: „tu einen Tropfen davon an deine Schwefelsäure und sieh, wie die Reaktion beginnt: das Zink wird rege, bedeckt sich mit einem weißen Mantel aus Wasserstoffbläschen, da haben wir&#8217;s, der Zauber ist vollbracht [...]&#8220;.</p>
<p><span id="more-615"></span></p>
<p>Primo Levi ist Jude und studiert im faschistischen Italien Ende der dreißiger Jahre. Langsam aber sicher erfährt er die gesellschaftliche Ausgrenzung: „ich bin Jude, sie [Rita] aber nicht: ich bin das Unreine, das die Reaktion des Zinks bewirkt, [...]&#8220;. Die philosophische Schlussfolgerung ist auch ein politische Entscheidung: „Es muss den Dissenz, das Andersartige, das Salz- und das Senfkorn geben; der Faschismus möchte dies nicht, er verbietet es, und deshalb bist du nicht Faschist [...]&#8220;.</p>
<p>Levi promoviert bei einem ihm wohlgesonnenen Physiker über das Verhalten von Dipolmolekülen in verschieden verdünnten Lösungen. An einer Stelle schreibt Levi warum er Chemie studiert, weil „das Begreifen der Materie notwendig sei, um das Weltall und uns selbst zu begreifen; und dass somit das Periodische System von Mendelejew, das wir in jenen Wochen gerade mühsam entwirren lernten, Poesie sei, erhabener und feierlicher als alle Poesie, die wir in der Schule bewältigt hatten [...]&#8220;.</p>
<p>Im Kapitel <em>Eisen </em>erzählt Levi von seiner Freundschaft zu dem Naturburschen Sandro, wie er ein Chemiestudent, aber ein aus armen Verhältnissen stammender Außenseiter. Sandro nimmt Primo auf anstrengende Bergtouren mit: „Ihm lag daran, seine Grenzen kennenzulernen, sich zu messen und zu steigern; dunkel fühlte er wohl das Bedürfnis, sich (und mich) auf eine Monat um Monat näher rückende eisenharte Zukunft vorzubereiten&#8221;. Die „eisenharte Zukunft&#8221; begann sehr bald mit der Besetzung Norditaliens durch die Deutschen im Jahr 1943. Zuvor - so erfahren wir im Kapitel <em>Nickel</em> - bekommt der frisch promovierte Chemiker Doktor Levi 1941 einen Job in einem Bergwerk. Die Welt des Bergwerks inspirieren den angehenden Schriftsteller Primo Levi zu fantastischen Geschichten (die Kapitel <em>Blei</em> und <em>Quecksilber</em> im o.g. Buch). Nach dem Einmarsch der Deutschen schließt sich Levi einer schlecht ausgerüsteten und unerfahrenen Partisanengruppe an. Seine Waffe „war ein kleiner Revolver, ganz mit Perlmutt eingelegt. [...] damit konnte man fünf Meter weit schießen&#8221;. Bereits sehr früh -  im Dezember 1943 -  fliegt die Gruppe auf: „ [...] ich glaube, wir sind der ersten Razzia in ganz Italien ins Netz gegangen&#8221;. Als Jude wurde er im Sammellager Carpi-Fossoli bei Modena interniert. Nach Übergabe der Lagerleitung an die Deutschen wurden die jüdischen Gefangenen in Eisenbahnwaggons gepfercht und zur Ermordung oder zur Zwangsarbeit nach Auschwitz deportiert, so auch im Februar 1944 Primo Levi. Gleich nach Ankunft wurden die Deportierten auf der Rampe in Auschwitz selektiert und vier Fünftel von ihnen in die Gaskammern geschickt. Levi überlebt die Selektion und ein Jahr in Auschwitz bis zur Befreiung im Januar 1945. Doch erst nach einer mehrmonatigen Irrfahrt durch Osteuropa kann er im Herbst nach Italien zurückkehren. In einem Interview mit dem Journalisten Ferdinando Camon sagt Levi zum Überleben im Lager: „Unter uns italienischen Juden verstanden nur wenige Deutsch oder Polnisch, äußerst wenige. Ich konnte ein paar Worte Deutsch. Die sprachliche Isolation war unter diesen Bedingungen tödlich. Fast alle Italiener sind deswegen zu Tode gekommen. [...]. Ich selbst - ich habe stets gesagt, dass ich Glück gehabt habe - verfügte über minimale Deutschkenntnisse, ich hatte als Chemiker Deutsch gelernt [...]. Das war die wichtigste Voraussetzung, um zu begreifen, wo ich lebte, um die Gebote jenes Orts zu verstehen. [...]&#8220;. Levi überlebt als Zwangsarbeiter, denn Chemiker werden in der Chemiefabrik Buna in Auschwitz-Monowitz benötigt. Die Hölle im Konzentrationslager beschreibt Levi in seinem ersten Buch <em>Ist das ein Mensch?</em>, eines der wichtigsten Zeugnisse über Auschwitz. Das Interview mit Camon schließt mit Levis Worten: „Es gibt Auschwitz, also kann es keinen Gott geben.&#8221;  Und er fügt hinzu: „Ich finde keine Lösung für das Dilemma. Ich suche nach ihr, aber ich finde sie nicht&#8221;.</p>
<p>Nach dieser traumatischen Erfahrung ist das Schreiben für Levi eine geradezu therapeutische Notwendigkeit. Aber es kann ihn nicht ernähren. Daher betreibt er mit seinem Freund Emilio ein eigenes Labor. „In unser schlichtes, verwegenes Labor kam allerlei Volk [...]&#8220;. Der Auftrag eines sehr wachsamen Schusters betraf die Analyse eines äußerst verdächtigen Zuckers, der zunächst verascht wurde und „in der schmutzigen Laborluft verbreitete sich [...] der vertraute Geruch von gebranntem Zucker, aber gleich darauf färbte sich die Flamme weißlich, und es roch ganz anders, metallisch, knoblauchartig, anorganisch, geradezu antiorganisch [...]&#8220;. Der Zucker enthielt Arsen und war das Geschenk eines geschäftlichen Konkurrenten. Ein sehr anspruchsvoller Auftrag kommt von einem Lippenstiftproduzenten, der die Kussfestigkeit seines Produkts mehrmals täglich an seinen Mitarbeiterinnen testete. Zwecks Beschaffung von Alloxan sammelte Levi bei den Bauern der Umgebung kiloweise Hühnerkot. „Der Beruf des Chemikers (in meinem Fall noch bestärkt durch die Erfahrung Auschwitz) lehrt manchen Abscheu zu überwinden [...]: Materie ist Materie, sie ist weder edel noch gemein, unendlich wandelbar, und es ist völlig unwichtig, woraus sie unmittelbar hervorgegangen ist. Stickstoff ist Stickstoff [...]&#8220;. Später stellten sie in Wolken von  Salzsäurenebeln Zinnchlorid her und verkauften es an Spiegelfabrikanten.  Finanziell geht es aber erst nach Anstellung als Chemiker bei der Lack- und Farbenfabrik SIVA aufwärts. Auch die Lackchemie bietet berührende Geschichten „von der einsamen, wehrlosen Chemie, die nach bescheidenem Menschenmaß gemacht ist&#8221;.  Solche Geschichten erzählt Levi in den Kapiteln <em>Uran</em>, <em>Silber</em> und <em>Vanadium </em>(im Buch <em>Das Periodische System</em>). Das letzte Kapitel heißt <em>Kohlenstoff</em>,  „dem Element des Lebens, galt mein erster literarischer Traum, den ich immer wieder zu einer Stunde und an einem Ort träumte, da mein Leben nicht viel galt: ich wollte die Geschichte eines Kohlenstoffatoms erzählen&#8221;. In dem Interview mit Ferdinando Camon antwortet Levi auf die Frage, was an Chemie interessant sei: ,„[...] ich war ein Junge von vierzehn, fünfzehn Jahren, als ich beschloss, mich für Chemie zu interessieren, weil ich begeistert war von der Parallelität zwischen der geschriebenen Formel und dem Vorgang im Reagenzglas [...] die Chemie erschien mir als der wichtigste Schlüssel, um hinter die Geheimnisse des Himmels und der Erde zu kommen, und als ich las, das Spektroskop mache es möglich, die chemische Zusammensetzung eines Sterns zu erkennen, erschien mir das als eine der höchsten Machtentfaltungen des Menschen&#8221;. Als Schüler mit den Lieblingsfächern Chemie und Astronomie empörte sich Primo Levi bereits über die Behauptung seiner Italienischlehrerin: „[...] allein literarische Fächer hätten Bildungswert, während die wissenschaftlichen Fächer von rein informativem Interesse seien [...]&#8220;. Dabei gehören die auf Eindeutigkeit zielenden Eigenschaften der Naturwissenschaften wie Klarheit, Präzision und Knappheit ebenso zum stilistischen Konzept des glänzenden Schriftstellers Primo Levi.</p>
<p>Primo Levi wohnte mit seiner Frau und ihren zwei Kindern stets in seinem Geburtshaus in Turin, zusammen mit seiner pflegebedürftigen Mutter.  Er starb 1986 unter merkwürdigen Umständen: er stürzte aus einem oberen Geschoss dieses Hauses. Wenn es kein Unfall war, sondern sein Wille, dann, so formuliert es Ferdinando Camon, blieb auch dieser Wille seiner Meinung nach „ein Unfall&#8221;. Ein Abschiedsbrief wurde nicht gefunden, es ist aber bekannt, dass Levi zeitweise unter starken Depressionen litt. Über seine Persönlichkeit sagt Camon: „Ich habe mich oft gefragt, wo diese Milde, diese Sanftmut herrührte. Die einzige Antwort, die ich bis heute finde, lautet: Levi schrie nicht, schmähte nicht, klagte nicht an, <em>weil er nicht schreien wollte</em>. Er wollte viel mehr: <em>uns zum Schreien bringen</em>.&#8221;</p>
<p><strong>Werke (u.a.):</strong></p>
<p><em>Ist das ein Mensch?</em> (ital. 1947, 1958, dt. 1961), <em>Atempause</em> (dt. 1964), <em>Die Verdopplung einer schönen Dame und andere Überraschungen</em> [Naturales Historiae] (dt. 1968), <em>Das periodische System</em> (dt. 1979, 1987), <em>Wann, wenn nicht jetzt?</em> (dt. 1989), <em>Der Freund des Menschen</em>. Erz. (dt. 1989), <em>Die Untergegangenen und die Geretteten</em> (dt. 1990), <em>Der Ringschlüssel</em> (dt. 1992), <em>Das Maß der Schönheit</em>. Erz. (1997), <em>Zu ungewisser Stunde</em>. Gedichte (dt. 1998).</p>
<p><strong>Primo Levis Dissertation</strong>: <em>Testi di laurea in chimica pura: l&#8217;Inversione die Walden</em>, hrsg. Von Giacomo Ponzio (1941)</p>
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<p><span style="font-size: 12pt; font-family: &quot;Times New Roman&quot;;" lang="IT"><a href="http://www.google.de/search?hl=de&amp;q=primo+levi&amp;bav=on.2,or.r_gc.r_pw.r_qf.,cf.osb&amp;biw=1280&amp;bih=668&amp;um=1&amp;ie=UTF-8&amp;tbm=isch&amp;source=og&amp;sa=N&amp;tab=wi&amp;ei=1uuFT7jKE8zmtQahkqHABg" target="_blank"><strong>Bilder von Primo Levi</strong></a><br />
</span></p>
<p>*Tschechow-Zitat: Aus dem Brief Anton Tschechows vom 14.1.1887 (aus Moskau) an die Schriftstellerin M.V. Kiselëva</p>
<p>© Ansgar Bach, Berlin 2012: Dieser Text ist urheberrechtlich geschützt.</p>
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		<title>Unendliche Lobserie zum 300. Geburtstag Friedrich des Großen</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 20:21:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>altergecko</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Glossen]]></category>

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		<description><![CDATA[Bon Anniversaire, Fréderic!
Von Altergecko. Berlin, 24. Januar 2012
Ob Marilyn M. dem Friedrich II. auch so ein schön subkutan-erotisches „Happy Birthday, Dear President&#8221; eingehaucht hätte, wie einst ihrem Jack? Don&#8217;t ask me! Quelle question! hätte Friedrich nach einigen Umdrehungen in der Gruft wohl ausgerufen (und seine 7 Köter hätten in ihren 7 Gräbern aufgejault). Nun, das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bon Anniversaire, Fréderic!</strong></p>
<p>Von Altergecko. Berlin, 24. Januar 2012</p>
<p>Ob Marilyn M. dem Friedrich II. auch so ein schön subkutan-erotisches „Happy Birthday, Dear President&#8221; eingehaucht hätte, wie einst ihrem Jack? Don&#8217;t ask me! <em>Quelle question!</em> hätte Friedrich nach einigen Umdrehungen in der Gruft wohl ausgerufen (und seine 7 Köter hätten in ihren 7 Gräbern aufgejault). Nun, das ist Spekulation! Falls aber Marilyn gut und dicht behaarte Beine hatte, wer weiß, John F. alias Jack wußte es bestimmt, denn er durfte vielleicht einmal den Schaum für die Rasur aufpinseln, ja dann hätte Friedrich sie sicher wie einst schon seine erste Tänzerin, die aus Venezien geraubte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Barbara_Campanini" target="_blank">Baberina</a>, bewundert. Wegen der behaarten Beine natürlich, das hat uns bereits Voltaire verraten.</p>
<p>Warum nur nennt man Friedrich II. den Großen? Nun, Friedrich hat in Preußens und Saupreußens Orchester die Erste Flöte gespielt. Ja, Friedrich war ein großer Flötenvirtuose, der abends nur zu gern im Schlosse <em>Sans Souci</em> selbst Komponiertes während seiner musikalischen Soiréen zum Vortrag gab. Die Abende im Schloss waren der Kunst, der Musik gewidmet, jut jemalt von Adolph von Menzel und auf den Tasten beklimpert von Carl Philipp Emanuel Bach.</p>
<p><div id="attachment_592" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-592" title="Friedrich spielt Flöte" src="http://www.artikelmacher.de/wp-content/uploads/2012/01/flotenkonzert-300x205.jpg" alt="Menzels berühmtes Bild vom Flötenkönig" width="300" height="205" /><p class="wp-caption-text">Menzels berühmtes Bild vom Flötenkönig</p></div></p>
<p>Friedrich war also die Erste Flöte und ein großer Flötenvirtuose und, seinen inneren Neigungen gemäß, ein leidenschaftlicher Queer-Flötist. Und so ging es schon morgens, undzwar ganz früh schon, sommers stand der König um 5 Uhr auf, ganz ohne Sorge und herzhaft zur Sache: Nach dem Kaffee, so berichtet uns wiederum Voltaire, „huldigte der Stoiker für ein paar Augenblicke der Sekte Epikurs&#8221;. Aber nur ein paar Augenblicke, sonst hätte womöglich noch die Konzentration auf die Kriegsführung gelitten. Friedrich ließ dazu kurz nach dem Aufstehen seine schönsten Favoriten, allesamt junge Pagen und Kadetten, antreten. Und was dann? Voltaire fährt fort: „Derjenige, der das Taschentuch zugeworfen bekam, blieb eine Viertelstunde mit dem König allein.&#8221; Damit wir jetzt bloß nicht an eine märkische Orgie denken, bremst Voltaire sofort unsere schon ausschweifende Fantasie: „Es kam dabei nicht bis zum Äußersten; da der Prinz zu Lebzeiten seines Vaters [Friedrichs Papa war der gestrenge Soldatenkönig] bei seinen flüchtigen Liebschaften ziemlich malträtiert und schlecht geheilt worden war; die erste Rolle konnte er nicht spielen, er musste sich mit der zweiten begnügen.&#8221; Diese verdammte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Hermann_von_Katte" target="_blank">von-Katte</a>-Geschichte, hat unsern König fast janz kaputt jemacht.<br />
Warum steht das nicht in den Geschichtsbüchern?! Grrr! Summa: Friedrich war zwar der Große, konnte aber die erste Rolle nicht spielen, so&#8217;nen Mist aber auch!</p>
<p>Nein, das ist nicht alles: Friedrich war ja auch Bärlins großer Auftraggeber in Sachen Bauwerke, allerdings, und da wäre dem großen Friedrich-Verehrer Heine Recht zu geben: oft schnurgerade und „meistens nach dem Eigenwillen eines Einzelnen&#8221; gebaut. Aber Heine hatte ja zu seinem Glück noch das „geistige Berlin&#8221; erleben dürfen, jibt&#8217;s nischt mehr, heute.</p>
<p>Nein noch mehr: Friedrich war aufgeklärter Absolutist, wenngleich das an und für sich genommen schon etwas widersprüchlich anmutet. Das beste Bild, was man sich da vom sogenannten „Aufgeklärten Absolutismus&#8221; machen kann, bietet die Reiterstatue Unter den Linden: Lessing und Kant schön unter dem Schwanz eines Bronze-Gauls gruppiert auf dem Friedrich II. hoch zu Ross einfach drauf rumreitet.</p>
<p>Friedrich ist für die meisten aber groß, nicht der Flöte wegen, nicht der Aufklärung wegen, sondern weil er die heruntergekommene Mark mit ein paar frechen und durchaus brutalen Kriegen zu jenem Saupreußen gemacht hat, das die Bayern (und die Österreicher) so lieben, und die verweichlichten Sachsen-Auguste natürlich auch, die dabei mächtig gestutzt wurden. Naja, sonst wär&#8217; Berlin wohl noch schwedisch geworden, oder mein Gott, polnisch gar oder sogar österreicherisch! Ein Österreicher folgte F II ja gewissermaßen später noch auf den Thron&#8230; eine andere, schreckliche Geschichte.</p>
<p>Noch einmal alle zusammen: <strong>Bon Anniversaire, Fré</strong><strong>deric!<br />
</strong></p>
<p>Alle Zitate aus: <em>Berlin. Ein literarischer Reiseführer</em>. WBG, Darmstadt (2007)<strong></strong></p>
<p><strong>Tip: <a href="http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=wa&amp;dig=2012%2F02%2F02%2Fa0170&amp;cHash=1128e65c88" target="_blank">Das Gedicht &#8220;Alter Fritz für die Katz&#8221; von Peter P. Neuhaus</a><br />
</strong></p>
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		<title>World Press Photo 11 im Hauptbahnhof Leipzig</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 23:04:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>altergecko</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Reporter]]></category>

		<category><![CDATA[Leipziger Hauptbahnhof]]></category>

		<category><![CDATA[World Press Photo 11]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Kulturtipp ersten Ranges kann nun vom 9.-29. Januar 2012 wieder für Leipzig gegeben werden:
Jedes Jahr reist die berühmte Wanderausstellung preisgekrönter Pressefotografie um die Welt von Rio bis, ja bis nach Leipzig. In Leipzig schließlich kommt sie - etwas spät, aber sie kommt - im Januar des Folgejahres an. Dieses Jahr werden die vom Wettbewerb [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Kulturtipp ersten Ranges kann nun vom 9.-29. Januar 2012 wieder für Leipzig gegeben werden:</p>
<p>Jedes Jahr reist die berühmte Wanderausstellung preisgekrönter Pressefotografie um die Welt von Rio bis, ja bis nach Leipzig. In Leipzig schließlich kommt sie - etwas spät, aber sie kommt - im Januar des Folgejahres an. Dieses Jahr werden die vom Wettbewerb <em>World Press Photo Award</em> 2011 ausgezeichneten Pressebilder vom 9.-29. Januar 2012 im Leipziger Hauptbahnhof ausgestellt. Urheber des Fotowettbewerbs ist die bereits 1955 in den Niederlanden gegründete und gemeinnützige <em>World Press Photo Foundation</em>.</p>
<p>Die ausgewählten Fotos von Pressefotografen aus aller Welt wurden in 10 verschiedenen Kategorien mit Preisen bedacht, darunter die Bereiche &#8220;Harte Fakten&#8221;, &#8220;Portraits&#8221;, &#8220;Sport&#8221;, &#8220;Alltagsleben&#8221;, &#8220;Natur&#8221; oder &#8220;Kunst und Kultur&#8221;. Dazu gibt es das <em>Foto des Jahres</em>, das inzwischen weltbekannte Portrait des verstümmelten afghanischen Mädchens Bibi Aisha, gemacht von der südafrikanischen Fotografin Jodi Bieber.</p>
<p>Der Leipziger Hauptbahnhof, ansonsten eine Ansammlung der üblichen Verkaufsstellen für Durchreisende und Sonntagseinkäufe, ist also im Januar ein Tempel der Kultur. Die Ausstellung beweist auf wunderbare Weise, wie unendlich groß der <em>Gap</em> zwischen der Konsumverblödung des Mainstreams und echter Kultur ist.</p>
<p>Es ist nicht nur das <em>Foto des Jahres</em>, viele andere Fotos stimmen den Betrachter nachdenklich, faszinieren, überwältigen: Darunter Menschen in demütigenden Situation, die von Google Street View aufgenommen wurden, oder die Aufnahme eines Toreros, nämlich Spaniens Star-Matador Aparicio, in ballettartiger Konstellation mit seinem Stier, wobei letzterer sein Horn dem Gegner durchs Gesicht bohrt, sowie viele weitere ungeheuerliche Bilder mehr.</p>
<p>Was bleibt: Hingehen und selbst anschauen vom 9.-29. Januar 2012 im Leipziger Hauptbahnhof.</p>
<p><a href="http://www.worldpressphoto.org/winners/2011" target="_blank">http://www.worldpressphoto.org/winners/2011</a></p>
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		<title>Die Sonne - großes Theater in Berlin - von Olivier Py</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Jan 2012 17:09:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>altergecko</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Reporter]]></category>

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		<category><![CDATA[Theaterfestival d´Avignon]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn Theater im Theater gespielt wird, dann klingt das zuerst nach Nabelschau oder gar nach Selbstbeweihräucherung. Aber keineswegs bei Die Sonne von Olivier Py an der Berliner Volksbühne. Das Stück und die Inszenierung ist nicht nur gut, weil es eine wichtige Frage der Gesellschaft, Wozu Theater?, unverblümt thematisiert, so auch weil es von besten Schauspielern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Theater im Theater gespielt wird, dann klingt das zuerst nach Nabelschau oder gar nach Selbstbeweihräucherung. Aber keineswegs bei <em>Die Sonne</em> von Olivier Py an der Berliner Volksbühne. Das Stück und die Inszenierung ist nicht nur gut, weil es eine wichtige Frage der Gesellschaft, Wozu Theater?, unverblümt thematisiert, so auch weil es von besten Schauspielern in traditioneller Sprechtheatermanier großartig erspielt wird.</p>
<p>Die Geschichte kreist mehr oder weniger um den Theaterautor Josef mit seinem Stück, dessen Hauptdarsteller Axel, mit dem Intendanten, dem Ensemble und mit der gesamten Theaterfamilie mit allen skurrilen Auswüchsen, Schattierungen und Verwirrungen. Und sie handelt von einem neuen Stück von Axel. Josefs Stück wird alsbald vom Intendanten wegen eines handfesten Streits zwischen ihm und Axel um Demokratie, vor allem in der Kunst, abgesetzt. Demokratie, Gesellschaft und Theater - wie steht das zu einander? Und da hinein wird unvermeidlich die alte unlösbare Zwiespältigkeit von dionysischem und apollinischem Charakter gelegt, manifestiert durch Hauptdarsteller und Autor. Alles mächtig gewürzt mit dem Beiwerk der familiären Verflechtungen und dem allbekannten Beziehungschaos. So zum Beispiel Elena, die Mutter des Autors, die zuerst mit dem Hauptdarsteller und später mit dem Hippster Bobby liiert ist. Dabei werden die heutigen Dinge, das moderne Großstadtleben in wunderbar erfrischender Weise karikiert.</p>
<p>Olivier Py, Intendant des Odeon-Theatre de l´Europe in Paris und zukünftiger Direktor des renommierten Theaterfestival d´Avignon, hat das Stück eigens für die Volksbühne Berlin geschrieben. Ein wirklich gutes und nachdenkliches Stück. Dazu hervorragend von ihm inszeniert mit einem ausgefallenen Bühnenbild (Pierre André Weitz), welches mehr oder weniger ständig in Bewegung ist. Aber allen voran sind es klasse Schauspieler: Sebastian König (Axel), Uwe Preuss (Intendant), Ilse Ritter (Elena, die Mutter von Josef), Lucas Prisor (Josef), Claudius von Stolzmann (Bobby) und die anderen natürlich auch. Dazu und zwischen den Szenen gibt es Musik von Mathieu el Fassi, virtuos von Sir Henry am Klavier interpretiert.</p>
<p>Das Stück ist eine Mischung von Erziehungstheater (erinnert stellenweise an das Brechtsche Theater), Komödie, und Klamauk. Ja, manchmal schien der eine oder andere Moment etwas platt, aber es wurde nie langweilig. Es blieb in den 3 ½ Stunden spannend bis zum Schluss. Und das will heute schon etwas heißen, wo wir doch fast meinen, nur noch bei Geschrei und Effekten aufmerksam zu sein. Nach der Pause gab es kurze Längen, die aber mehr oder weniger schnell vergingen. Nun, etwas weniger Nacktheit würde dem Stück kein Abbruch tun, das aber am Rande.</p>
<p>Als Bobby endgültig die Mutter verlässt, da hätte auch Schluss sein können. Hätte, aber der abschließende Bogen mit einem Monolog des Hauptdarstellers Axel und seinem originellen Abgang in den Zuschauerraum, brachte ein großes, nahezu kathartisches Ende. Bei aller Konkurrenz zum Kino mit momentan vorzüglichen Filmen, zeigt hier <em>Die Sonne </em>mit seinem anspruchsvollen Thema und der greifbaren und lebendigen Spielweise, dass Theater heute in der Gesellschaft mindestens so berechtigt und notwendig wie das Kino oder die anderen Künste ist. Wozu Theater - also eindeutig geklärt.</p>
<p><em>Volkmar Schlutter</em></p>
<p><a href="http://www.volksbuehne-berlin.de/praxis/die_sonne/" target="_blank">http://www.volksbuehne-berlin.de/praxis/die_sonne/</a><em><br />
</em></p>
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		<title>Neueste Forschungen über Elite</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 11:28:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>altergecko</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Eine Forschergruppe um Etymologinnen und Etymologen aus Neufundland konnte jüngst in einer weltweit beachteten Studie zeigen, dass sich &#8220;Elite&#8221; nicht wie Wikipedia immer noch behauptet vom lateinischen &#8220;electus&#8221; (dt. verwählt) abstammt, sondern dass &#8220;Elite&#8221; sich vom gut altfranzösischen crétin (dt. Schwachkopf, -köpfin, pl. -köpfe) ableitet. Die Beweisführung der Wissenschaftler aus Neufundland ist dabei mehr als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Forschergruppe um Etymologinnen und Etymologen aus Neufundland konnte jüngst in einer weltweit beachteten Studie zeigen, dass sich <strong>&#8220;Elite&#8221; </strong>nicht wie Wikipedia immer noch behauptet vom lateinischen &#8220;electus&#8221; (<em>dt</em>. verwählt) abstammt, sondern dass<strong> &#8220;Elite&#8221;</strong> sich vom gut altfranzösischen <strong>crétin</strong> (<em>dt</em>. Schwachkopf, -köpfin, <em>pl</em>. -köpfe) ableitet. Die Beweisführung der Wissenschaftler aus Neufundland ist dabei mehr als plausibel und zeigt die große Schnittmenge (i.d.R. 99%), die zwischen <strong>Elite</strong> und <strong>crétin </strong>besteht.<strong> </strong>Natürlich sind nicht alle Details der komplexen Studie dem gemeinen, nicht wissenschaftlich gebildeten Menschen verständlich, nichts desto trotz konnte bewiesen werden, dass das gemeinsame &#8220;t&#8221; und das gemeinsame &#8220;i&#8221; und auch das fast gemeinsame &#8220;e&#8221;, letzteres liegt bei <strong>crétin </strong>etwas fransösisiert vor, Hinweis genug für den gemeinsamen Ursprung von <strong>Elite</strong> und <strong>crétin</strong> sind. Nun, der ehrlich fühlende Bürjer wusste es eh schon, zumindest seit 1789, det Bauchjefühl hats nämlich immer schon verraten, das <strong>Elite</strong> aus <strong>crétin</strong> besteht.  Desto unverständlicher finden viele, dass Merkels und andere geliebte FDJ-Obere, Wulffs, Ackermanns, auf die Katz gekommene Hundts oder gar der Babst (<em>sächs.</em>) mit Frau Käßmann von manchen als &#8220;Elite&#8221; bezeichnet werden, dette wäre ja dann so richtig schlimme Majestätsbeleidigung. Den Babst und die Frau Käßmann insbesondere dürfte es auch ärgern, dass <strong>crétin</strong> sich etymologisch vom lateinischen &#8220;<a href="http://de.wiktionary.org/wiki/Kretin" target="_blank">christianus</a>&#8221; herleitet.</p>
<p><em>mit jrüßen von altergecko</em></p>
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		<title>Wat, schon 2012: Science Fiction in der Gegenwart</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 09:45:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>altergecko</dc:creator>
		
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		<category><![CDATA[Bundespräsident]]></category>

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		<description><![CDATA[Neujahr, Schock! Schon 2011 war ja wie Science Fiction in der Gegenwart, aber 2012? - ein Jahr nach dem Kleist-Gedächtnisjahr? Gerüchte waren zu vernehmen, dass viele ehrbare Bürjer der BRD inzwischen ein paar Tausend Kohlhaasens zum beschleunigten Abbau von Priveligierten und zum fixen Auswechseln von Positionen mit Ausblick wünschen. Ne, und dazu kommt schon gleich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neujahr, Schock! Schon 2011 war ja wie <em>Science Fiction in der Gegenwart</em>, aber 2012? - ein Jahr nach dem Kleist-Gedächtnisjahr? Gerüchte waren zu vernehmen, dass viele ehrbare Bürjer der BRD inzwischen ein paar Tausend Kohlhaasens zum beschleunigten Abbau von Priveligierten und zum fixen Auswechseln von Positionen mit Ausblick wünschen. Ne, und dazu kommt schon gleich wieder ne schlechte Schlagzeile über Wulffi, der soll laut FAZ und Süddeutsche tatsächlich der BILD-Redaktion dumpf jedroht haben, damit über Kreditverjünstigungen bloß nix berichtet wird&#8230; hui, schöön peinigst peinlich,  da fragt man sich schon, wat für schlichte Jemüter inzwischen allet Bundespräsident werden können&#8230; und wat die dem Bürjer allet kosten! Da kann nur eine Beförderung zum Weihnachtsmann 2012 oder die dauerhafte Rückstufung vom Präsidialamt in den Kindergarten empfohlen werden.</p>
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		<title>Leistungsträger</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Dec 2011 12:45:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>altergecko</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Leistungsträger sind diejenigen, die die Leistung der anderen zur Bank tragen.
Mit diesem unserem Sinnspruch wünscht die Rabiate Artikelmacher Fraktion kuschelige Stunden mit dem Schweinachtsmann und ein lichterloh fackelndes Sylvester in Eurem Bankenviertel.
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			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Leistungsträger sind diejenigen, die die Leistung der anderen zur Bank tragen.</em></p>
<p>Mit diesem unserem Sinnspruch wünscht die Rabiate Artikelmacher Fraktion kuschelige Stunden mit dem Schweinachtsmann und ein lichterloh fackelndes Sylvester in Eurem Bankenviertel.</p>
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		<title>Nachtrag auf Gorleben</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Dec 2011 15:23:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>altergecko</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Wir haben Hitzacker verpasst!
In Gorleben war letztes Wochenende wieder mal Halbkommunismus und wir waren nicht dabei. Schande über uns. Nicht nur dass es für eine gute Sache war - denn es gab geselliges Zusammensein, dicht nebeneinander schlafen, free Coffee and Kuchen, womöglich noch nette Mädchen und Jungs kennen zu lernen, Volksküche, Decken von den Bauern, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir haben Hitzacker verpasst!<br />
In Gorleben war letztes Wochenende wieder mal Halbkommunismus und wir waren nicht dabei. Schande über uns. Nicht nur dass es für eine gute Sache war - denn es gab geselliges Zusammensein, dicht nebeneinander schlafen, free Coffee and Kuchen, womöglich noch nette Mädchen und Jungs kennen zu lernen, Volksküche, Decken von den Bauern, Schnittchen und Freibierchen bestimmt auch. Von jetzt an lesen wir regelmäßig den Artikelmacher, dann flutscht uns sowas nicht mehr durch die Lappen, Herr Chefredakteur.<br />
<em>VS!</em></p>
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		<title>Hauptstadtkorrespondent auf neblig-feuchten Abwegen einer Wallfahrt</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Nov 2011 20:22:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>altergecko</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Soweit ists gekommen, unser Hauptstadtkorrespondent VS! auf Wallfahrt, nächstes Mal wieder frisch aus dem Kanzlerinnenamt, äh, aus der Kanzlerämtin, äh, oder vom Barrosoamt, wie auch immer, ein, zwei, drei Lutherbier, Prost!
Der Reformationstag 2011 - wie kann man den Tag würdiger begehen als nach Wittenberg zu fahren, denn hier hat er ja gelebt und gewaltet. Also [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Soweit ists gekommen, unser Hauptstadtkorrespondent <em>VS!</em> auf Wallfahrt, nächstes Mal wieder frisch aus dem Kanzlerinnenamt, äh, aus der Kanzlerämtin, äh, oder vom Barrosoamt, wie auch immer, ein, zwei, drei Lutherbier, Prost!</p>
<p>Der Reformationstag 2011 - wie kann man den Tag würdiger begehen als nach Wittenberg zu fahren, denn hier hat er ja gelebt und gewaltet. Also ging es von Berlin mit Zug und Fahrrad zum dortigen Reformationsfest. Das hat zwar wegen Schienenersatzverkehr doppelt solange gedauert, aber dafür brauchte man gleich mal fast nix bezahlen. So kam auch ein Zwischenaufenthalt von über einer Stunde in Jüterbog zustande. Ein kleines Städtchen in Südbrandenburg, wo man eigentlich immer nur durchfährt. Die unfreiwillige Zeit nutzte ich und fuhr kreuz und quer durch das schöne und zu Unrecht halbvergessene Städtchen. Ist wirklich ein Besuch wert.</p>
<p>Am Mittag dann in Wittenberg angekommen war schönstes sonniges Wetter, viele Leute und alles ganz Luther: Lutherbratwurst, Lutherkekse, Reformationsbrötchen, Lutherwein, Lutherbier, Lutherbraten usw.. Alles schön teuer, dünn und nur halb soviel drin. Ich habe dann erst einmal zwei Lutherbockwürste gegessen, denn das schien mir mit 1,50 Euro das billigste auf dem ganzen Fest. Aber just in dem Moment war die Kasse unbesetzt. Irgendwann nachmittags bin ich die knapp 20 km mit dem Rad zum Schloss Oranienbaum gefahren. Dort war dann bereits dicker Nebel über den Elbeniederungen. Der Park und Schloss war sehr schön, fast schöner als in Wörlitz, weil kleiner, lieblicher und abgelegner. Bereits schon dunkel ging es auf dem Elbdamm wieder zurück nach Wittenberg. Am Kiosk dort dann das wohlverdiente Feierabendbier. Und das schnell mal von 1,50 auf 1 Euro heruntergehandelt. Weil so günstig, gleich ein zweites hinterher gezischt.<br />
Es war bereits Abend, noch einmal über den Markt geschlendert und hier diese teuren Mittelalter-Käseschinkenbrötchen geschenkt bekommen. Weil sie in ihrem protestantischen Arbeitseifer zu viele davon gebacken hatten, wurde sie diese nicht mehr los. Dafür aber waren sie christlich freigiebig. Einen ganzen Beutel bekam ich davon. Spät nach Hause gekommen, ging ich müde und satt ins  Bett - wohl wie Luther.</p>
<p><em>VS!</em></p>
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		<title>Occupy Frankfurt Start 15. Oktober 2011</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Oct 2011 12:33:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>altergecko</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Glossen]]></category>

		<category><![CDATA[banken gewinnen immer]]></category>

		<category><![CDATA[occupy frankfurt]]></category>

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		<description><![CDATA[Freie Bürger demonstrieren heute weltweit für Demokratie und gegen die Macht der Finanzindustrie: heute 15. Oktober 2011 in Frankfurt, der Bankster-Zentrale:
Alle Infos unter: http://www.occupyfrankfurt.de/doku.php
&#8230; auch in Berlin und anderen Städten - macht mal Zank: sprengt den Rasen sprengt die&#8230;
Das berühmte Video Die Banken gewinnen immer von Wiso auf youtube&#8230;
Tipp von altergecko
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Freie Bürger demonstrieren heute weltweit für Demokratie und gegen die Macht der Finanzindustrie: heute 15. Oktober 2011 in Frankfurt, der Bankster-Zentrale:</p>
<p>Alle Infos unter: <a href="http://www.occupyfrankfurt.de/doku.php" mce_href="http://www.occupyfrankfurt.de/doku.php" target="_blank">http://www.occupyfrankfurt.de/doku.php</a></p>
<p>&#8230; auch in Berlin und anderen Städten - macht mal Zank: sprengt den Rasen sprengt die&#8230;</p>
<p>Das berühmte Video <a target="_blank" mce_href="http://www.youtube.com/watch?v=X9Glmm3sR-4" href="http://www.youtube.com/watch?v=X9Glmm3sR-4">Die Banken gewinnen immer</a> von Wiso auf youtube&#8230;</p>
<p>Tipp von altergecko</p>
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