Neujahr, Schock! Schon 2011 war ja wie Science Fiction in der Gegenwart, aber 2012? – ein Jahr nach dem Kleist-Gedächtnisjahr? Gerüchte waren zu vernehmen, dass viele ehrbare Bürjer der BRD inzwischen ein paar Tausend Kohlhaasens zum beschleunigten Abbau von Priveligierten und zum fixen Auswechseln von Positionen mit Ausblick wünschen. Ne, und dazu kommt schon gleich wieder ne schlechte Schlagzeile über Wulffi, der soll laut FAZ und Süddeutsche tatsächlich der BILD-Redaktion dumpf jedroht haben, damit über Kreditverjünstigungen bloß nix berichtet wird… hui, schöön peinigst peinlich, da fragt man sich schon, wat für schlichte Jemüter inzwischen allet Bundespräsident werden können… und wat die dem Bürjer allet kosten! Da kann nur eine Beförderung zum Weihnachtsmann 2012 oder die dauerhafte Rückstufung vom Präsidialamt in den Kindergarten empfohlen werden.
Archiv für die Kategorie 'Glossen'
Leistungsträger sind diejenigen, die die Leistung der anderen zur Bank tragen.
Mit diesem unserem Sinnspruch wünscht die Rabiate Artikelmacher Fraktion kuschelige Stunden mit dem Schweinachtsmann und ein lichterloh fackelndes Sylvester in Eurem Bankenviertel.
Wir haben Hitzacker verpasst!
In Gorleben war letztes Wochenende wieder mal Halbkommunismus und wir waren nicht dabei. Schande über uns. Nicht nur dass es für eine gute Sache war – denn es gab geselliges Zusammensein, dicht nebeneinander schlafen, free Coffee and Kuchen, womöglich noch nette Mädchen und Jungs kennen zu lernen, Volksküche, Decken von den Bauern, Schnittchen und Freibierchen bestimmt auch. Von jetzt an lesen wir regelmäßig den Artikelmacher, dann flutscht uns sowas nicht mehr durch die Lappen, Herr Chefredakteur.
VS!
Freie Bürger demonstrieren heute weltweit für Demokratie und gegen die Macht der Finanzindustrie: heute 15. Oktober 2011 in Frankfurt, der Bankster-Zentrale:
Alle Infos unter: http://www.occupyfrankfurt.de/doku.php
… auch in Berlin und anderen Städten – macht mal Zank: sprengt den Rasen sprengt die…
Das berühmte Video Die Banken gewinnen immer von Wiso auf youtube…
Tipp von altergecko
schuldig!
Schön, dass die machtversessene (Macht im Sitzen) Kaste aus Politikerkasperln immer mal wieder auf unterhaltsame Art enttarnt wird, neuerdings mehr von wikileaks als von Journalisten, naja dennoch bestens. Aber ist’s für uns neu? Westerwelle ein inkompetenter Außenminister – nun für diese Erkenntnis bedarf es kein wikileaks, dennoch ist’s interessant zu lesen, was amerikanische Diplomaten in vertrauter Kuschelrunde so verzapfen, bitte nachsehen unter der neuen Adresse http://wikileaks.ch/ oder für D-Land z.T. aufgearbeitet auf SPON. BRD-Kanzlerin und FDJ-Obere als „Teflon“-Merkel, ist doch herrlich!
Der von wikileaks inzwischen zur Offenbarung angeregte deutsche FDP-Informant der USA soll Metzner heißen, Büroleiter des nach USA-Murphy-Angaben so inkompetenten Westerwelles. Der so redselige Mann erstattete offenbar in der US-Botschaft stets fleißig Bericht über Regierungsvorhaben, nun, jetze petzt er wohl nicht mehr. Oh man, nun aber fix abgetaucht, damit die Karriere irgendwann noch ne Chance bekommt…
Ach, auch Deutschland braucht wieder mehr mutige Kohlhaasens und Müntzers, denn Herrschaftswissen – ob in Konzernen oder Staaten – sollte friedlich demokratisiert und konsequent publiziert werden, und im Zweifelsfall gilt, wer das Recht nicht ungehorsam bricht, wird vom Recht gehorsamst gebrochen.
von Altergecko
Zitat zur Zeit von Henry Ford (1863-1947), Gründer von Ford und Begründer der Fließbandarbeit in der Automobilproduktion:
It is well enough that people of the nation do not understand our banking and monetary system, for if they did, I believe there would be a revolution before tomorrow morning.
(Es ist wohl gut, dass die Bürger unser Banken- und Geldsystem nicht verstehen, wäre es so, ich glaube, dann käme es noch vor morgen früh zur Revolution.)
Ein berliner Zwischenruf: Es ist schon erstaunlich wie ätzend fantasielos und gleichmaßen asozial die Merkels und Westerwelles das Sparpaket geschnürt haben. Die Dummheit dieser merkelwürdig schlingernden Politik zeigt sich bar und nackig in den augenfälligsten Widersprüchen:
Da wird zunächst ein Konjunkturpaket zu Stärkung der Wirtschaft in Milliardenhöhe verabschiedet, um anschließend einen wichtigen Teil des Konsums wieder abzuwürgen.
Da wird auf der einen Seite das Kinderkriegen finanziell subventioniert, auf der anderen Seite versucht man genau dieses bei großen Bevölkerungsgruppen zu verhindern.

Jeschäftsidee
… so heißt der Titel des Gedichts von Theodor Fontane (1858), dessen letzte Strophe lautet:
Die hören sollen, sie hören nicht mehr,
Vernichtet ist das ganze Herr,
Mit dreizehntausend der Zug begann,
E i n e r kam heim aus Afghanistan.
Fontane bezieht sich hier auf die Engländer, die schon im 19. Jahrhundert die Stammesregion am Hindukusch beherrschen wollten und dort schmählich krepierten. Viel später, wir erinnern uns gut, haben die Russen hier eine ebenso schmähliche und noch tödlichere Niederlage einstecken müssen. Tja, und dabei haben die USA die antirussischen Freischärler, die Mudschahidin, mächtig aufgerüstet, eben jene, die bald darauf ihre eigenen Gegner wurden.
Frage: Was soll die Bundeswehr heute dort? Antwort: Anstatt höchst naive Illusionen (Stichwort: Schulen und Brunnen) zu bedienen, sollte sie schnellstmöglich wieder abziehen – Fontanes Gedicht dabei rezitierend, ja, laut singend. Fachleute haben seit vielen Jahren gewarnt.
von Altergecko
Frau Schnapp im Wunderland
Frau Schnapp hat mir heute eine Email geschickt. Frau Schnapp ist Teamleiterin der Abteilung Training und Kommunikation, lebt in einer wohlhabenden westdeutschen Stadt, hat einen Job mit Narrenfreiheit, wo Ergebnisse und Effizienz nicht messbar sind. Hauptsache die Kommunikationsblasen schillern wie Seifenblasen. Das erscheint dem ostdeutschen unterbezahlten Arbeitnehmer wie das Wunderland, und Frau Schnapp wandelt darin selbstvergessen und sehr gewichtig.
Nun zum Wunderwerk des elektronischen Schriftverkehrs: Den ganzen Beitrag lesen »