Unsere Meinung, mal wieder perquisite:

Im Auftrag der politisch einseitigen, bekannt neoliberalen und ideologisch-kapitalistisch ausgerichteten Bertelsmann-Stiftung haben Soziologen der „Jacobs-University Bremen“ (Was für ein trauriger Name für eine Universität, da gibt’s den Kaffee wohl umsonst…Mit Jakobinern hat der Name sicher nichts am Hut!) jüngst eine Studie zum „Zusammenhalt in Deutschland“ veröffentlicht. Die Studie kommt kurz gesagt zu dem Ergebnis, dass der Zusammenhalt im Westen deutlich größer sei als im Osten. Das kann man dann auch oft wiederholt bei der Aktuellen Kamera des Kapitalismus hören und sehen.
Die Hauptkompetenz der mächtigen Bertelsmann-Stiftung ist ihre PR-Arbeit, was man mal wieder an der erfolgreichen Verbreitung der Studie in den Medien erleben durfte. Schauen wir doch mal rein in das Jacobs-Bertelsmännische Studierstübchen: da lesen wir auf S. 57 ein aufschlussreiches Resümee der Autoren:

Insgesamt lässt sich festhalten, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt innerhalb Deutschlands nicht von einer abstrakten Einkommensungleichheit gefährdet ist.

Hier verrät sich in geradezu propagandistisch anmutender Weise die oben bereits erwähnte neoliberal-kapitalistische Ausrichtung der Stiftung. Vermittelt werden soll, dass die zunehmende Einkommensungleichheit den Zusammenhalt der Menschen doch nicht gefährde. Da kann man nur sagen, selber denken ist zuweilen hilfreich. Weiter heißt es in der Studie auf S. 57:

Der hier vorgelegte Vergleich der Bundesländer zeigt, dass ‚ein paar Reiche‘ dem gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland nicht schaden, wohl aber eine nicht mehr zu vernachlässigende Zahl von Menschen, die arm oder von Armut bedroht sind.

Man mag kaum glauben, dass hier Wissenschaftler schreiben! Jedenfalls heißt das im Klartext: Seid schlau ihr reichen Pfeffersäcke, zu viele Arme darf es nicht geben! Stellt ein paar Suppenküchen auf und versorgt das Prekariat mit RTL II, dann wird’s schon nicht so schlimm, „ein paar Reiche“ werden akzeptiert, so droht schon kein revolutionärer Krawall im Vorgarten ihrer Villa. Weiter geht es in der Studie:

Relative Armut ist schlimmer als ausgeprägte Ungleichheit – konkrete Verbesserungen für sozial Schwache sollten der Gesellschaft folglich größeren Nutzen bringen als Maßnahmen, die sich allgemeiner gegen Ungleichheit richten.

Will heißen: Bloß keine politischen Maßnahmen gegen die Ungleichheit, wie z.B. durch eine höhere Besteuerung von Kapitaleinkünften oder großen Vermögen, nee, nee, so aber nicht bitte. Stellt lieber mehr Mindestlohn-Kindergärtner ein, das wird den Armen schon helfen. Und dazu vielleicht noch etwas mehr soziale Aufsicht für Brennpunktviertel.

Der Zusammenhalt ist laut geografischem Vergleich der Studie übrigens dort am größten, wo die meisten Steuerhinterzieher wohnen und die meisten CD-gestützten Selbstanzeigen wegen Steuerbetrug am Gemeinwesen auftauchen: In Hamburg, Baden Württemberg und Bayern.

Liebe Leute: Mächtige Einflussnehmer machen immer gerne soziologische Studien, um ihre politischen Ideologien durchzusetzen, das ist nicht neu. Seit skeptisch, bekämpft die Propaganda!

Es jrüßt mal wieder altergecko

Link zur Studie: http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xbcr/SID-4E188A03-559EF24F/bst/xcms_bst_dms_39754_39755_2.pdf

2 Kommentare zu “Wenn Bertelsmänner Zusammenhalt studieren”

  1. Ein Pedantam 13.05.2014 um 16:31

    http://www.seidseit.de/

    😉

    Danke!

  2. Samuelam 13.05.2014 um 22:10

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